Sechstens: Machen Sie eine jährliche Wissensbilanz. Einmal im Jahr: Was haben Sie gelernt? Was haben Sie vergessen? Was möchten Sie lernen? Das ist kein Plan – es ist ein Spiegel. Er zeigt Ihnen, wo Sie hinwollen – und wo Sie nicht hinwollen.
Siebtens: Lesen Sie Bücher, die Sie nicht mögen. Wenn Sie Philosophie nicht mögen, versuchen Sie es mit Dagenhards „Sophia“. Wenn Sie Naturwissenschaften nicht mögen, versuchen Sie es mit Brysons „Eine kurze Geschichte von Allem“. Oft liegt es nicht am Thema, sondern an der Art der Darstellung.
Achtens: Lernen Sie mit einem offenen Geist. Suchen Sie nicht nach Bestätigung Ihrer Ansicht – suchen Sie nach neuen Erkenntnissen. Wenn Sie denken: „Das stimmt nicht“, verschließen Sie sich. Wenn Sie denken: „Warum denkt er das wohl?“, öffnen Sie ein Fenster.
Neuntens: Haben Sie keine Angst vor dem Alter. Das Gehirn altert nicht – es hört auf, sich zu bewegen. Menschen über 70, die Sprachen lernen, Instrumente spielen und lesen, leben länger, geistig fitter und glücklicher. Lernen ist das beste Mittel gegen Depressionen und für ein jugendliches Aussehen.
Zehntens: Denken Sie daran: Man lernt nicht, „besser zu werden“. Man lernt, zu leben. Im Leben geht es nicht um Leistung, sondern um Neugier. Wer lernt, altert nicht. Wer aufhört zu lernen, ist innerlich tot.
