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Ein Kind hört nicht zu, weil Sie nicht so sprechen, dass es es versteht. Erstens: Sprechen Sie konsequent. Nicht „Das weißt du doch!“ oder „Hab ich’s dir nicht gesagt!“, sondern „Ich sehe, du willst keinen Hut tragen. Lass uns einen aussuchen: den mit dem Hasen oder den mit den Ohren?“ Das gibt dem Kind eine Wahlmöglichkeit, keinen Befehl.

Zweitens: Verwenden Sie Ich-Botschaften. Nicht „Du spuckst schon wieder!“, sondern „Ich finde es traurig, wenn Essen auf den Boden fällt. Ich möchte, dass wir in Ruhe essen.“ Das weckt Mitgefühl, nicht Abwehr.

Drittens: Fassen Sie sich kurz. Kinder hören nicht lange Reden. Statt „Du solltest dir das Gesicht waschen, die Zähne putzen, deinen Schlafanzug anziehen, ein Buch lesen und ins Bett gehen“ sagen Sie: „Jetzt ist das Waschbecken dran.“ Dann: „Zähne.“ Dann: „Buch.“ Schritt für Schritt.

Viertens: Geben Sie Feedback. „Ich sehe, du willst deine Spielsachen jetzt noch nicht wegräumen. Brauchst du noch zwei Minuten?“ Das gibt dem Kind Kontrolle. Es fühlt sich wertgeschätzt und stimmt schneller zu.

Fünftens: Drohen Sie nicht. „Wenn du deine Spielsachen nicht wegräumst, gibt es kein Eis“ ist keine Disziplin, sondern Manipulation. Das lehrt Angst, nicht Verantwortungsbewusstsein. Besser: „Wenn du deine Spielsachen wegräumst, gehen wir spazieren.“

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Beim Anziehen geht es nicht um Schnelligkeit, sondern um Selbstständigkeit. Schritt eins: Beginnen Sie mit einem Kleidungsstück. Nicht gleich alles auf einmal – nur Socken. Geben Sie Ihrem Kind Socken mit verschiedenen Mustern und lassen Sie es selbst entscheiden, welche es anziehen möchte. Das gibt ihm ein Gefühl der Kontrolle.

Zweitens: Verwenden Sie Kleidung mit einfachen Verschlüssen. Keine Knöpfe, keine Reißverschlüsse, keine Schnürsenkel. Nur Gummibund, Magnete und Klettverschlüsse. Selbst für Erwachsene sind Reißverschlüsse oft schwierig. Für ein Kind sind sie ein Rätsel.

Drittens: Machen Sie das Anziehen zu einem Spiel. „Heute verwandeln wir uns in einen Pinguin!“ – erst einen Pullover, dann eine Hose, dann Socken. Spielerisches Anziehen reduziert den Widerstand. Sagen Sie nicht „Zieh es an“, sondern „Lass es uns zusammen machen.“

Viertens: Lassen Sie sich Zeit. Wenn ein Kind 15 Minuten zum Anziehen braucht, ist das normal. Das ist keine Faulheit, sondern fördert die Feinmotorik. Greifen Sie nur ein, wenn es frustriert weint.

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Eine erste Küche ist kein Spielzeug, sondern ein wichtiges Lernmittel. Tipp Nummer eins: Kaufen Sie keine zu große Küche. Kinder unter drei Jahren können die oberen Regale nicht erreichen. Suchen Sie nach einer niedrigen Küche mit offenen Regalen in Augenhöhe, damit Ihr Kind alles sehen und selbst erreichen kann.

Zweitens: Wählen Sie Holz oder hochwertigen Kunststoff. Billiger Kunststoff reißt, riecht stark und geht schnell kaputt. Holz ist langlebig, sicher und schön. Auch wenn es teurer ist, ist es eine Investition. Es hält für zwei Kinder.

Drittens: Achten Sie auf realistische Elemente. Nicht nur Plastiktöpfe. Es sollte eine richtige Tür, Griffe, einen Wasserhahn (am besten mit Wasser), Magnettüren und Soundeffekte geben. Je realistischer die Küche ist, desto mehr lernt Ihr Kind.

Viertens: Vermeiden Sie Spielküchen mit Musik. Soundeffekte lenken ab. Ein Kind muss beim Kochen nicht singen – es muss aktiv sein. Wählen Sie leise und funktionale Modelle.

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Beim Zubettgehen geht es nicht darum, Ihr Baby zu zwingen, sondern darum, ein Ritual zu schaffen. Schritt eins: Legen Sie jeden Tag die gleiche Zeit fest. Auch am Wochenende. Das Gehirn eines Kindes ist wie ein Uhrwerk: Es gewöhnt sich an den Rhythmus. Eine halbe Stunde Abweichung und der ganze Abend ist ruiniert.

Zweitens: Schaffen Sie eine „Ruhekette“. Zum Beispiel: Baden → Massage → Pucken → Vorlesen → Schlaflied → Stille. Jeder Schritt ist ein Signal: „Jetzt ist Schlafenszeit.“ Lassen Sie keinen Schritt aus. Auch wenn Sie müde sind, führen Sie alles der Reihe nach durch. Es wirkt wie ein Zauberschlüssel.

Drittens: Füttern Sie Ihr Baby nicht vor dem Schlafengehen, außer es ist unbedingt nötig. Viele denken fälschlicherweise: „Wenn sie essen, schlafen sie ein.“ Aber zu viel Essen verursacht Unwohlsein. Füttern Sie Ihr Baby 30–40 Minuten vor dem Schlafengehen und geben Sie ihm Zeit, die Nahrung zu verdauen.

Viertens: Sorgen Sie für Dunkelheit und Ruhe im Zimmer. Auch wenn Ihr Baby bei Ihnen schläft, verwenden Sie dicke Vorhänge und weißes Rauschen (Föhn, Luftbefeuchter, App). Licht und Lärm sind die größten Feinde des Tiefschlafs. Schon 1 % Licht versetzt das Gehirn in Alarmbereitschaft.

Fünftens: Nehmen Sie Ihr Baby nur hoch, wenn es weint. Wenn es sich nur bewegt, geben Sie ihm die Chance, selbst wieder einzuschlafen. Viele Eltern „retten“ ihr Baby aus dem Schlaf und bringen ihm dadurch bei, nicht ohne Hilfe einzuschlafen. Warten Sie 5 Minuten, und Ihr Baby schläft oft von selbst ein.

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In den ersten Monaten geht es nicht um die „perfekte Mutterschaft“, sondern darum, diese Zeit mit Würde zu meistern. Erster Tipp: Schlafen Sie, wenn Ihr Baby schläft – auch wenn Sie eigentlich etwas anderes zu tun haben. Schlaf ist kein Luxus, sondern eine medizinische Notwendigkeit. Zwei Stunden Schlaf weniger pro Tag sind wie 24 Stunden Schlaf pro Woche. Müdigkeit ist der größte Feind der Vernunft.

Zweiter Tipp: Versuchen Sie nicht, alles allein zu schaffen. Nehmen Sie Hilfe an. Auch wenn Sie denken: „Nur ich kann das.“ Lassen Sie Oma die Fläschchen spülen, Ihren Mann Tee bringen oder eine Freundin einkaufen gehen. Das ist keine Schwäche, sondern Strategie. Ihr Baby wird es Ihnen danken, wenn Sie sich überanstrengen.

Dritter Tipp: Füttern ist kein Wettbewerb. Stillen, Flaschennahrung oder Säuglingsnahrung – alles ist normal. Wenn Sie beim Füttern vor Schmerzen weinen, wenden Sie sich an eine Stillberaterin. Warten Sie nicht, bis es schlimmer wird. Schmerz ist ein Signal, nicht die Norm.

Viertens: Vergleichen Sie Ihr Kind nicht mit anderen. Manche schlafen acht Stunden, andere nur 20 Minuten. Manche essen alle zwei Stunden, andere alle vier. Das ist nicht „falsch“ – es ist individuell. Ihr Kind ist kein Vorbild, sondern ein einzigartiges Wesen.

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