Beim Anziehen geht es nicht um Schnelligkeit, sondern um Selbstständigkeit. Schritt eins: Beginnen Sie mit einem Kleidungsstück. Nicht gleich alles auf einmal – nur Socken. Geben Sie Ihrem Kind Socken mit verschiedenen Mustern und lassen Sie es selbst entscheiden, welche es anziehen möchte. Das gibt ihm ein Gefühl der Kontrolle.
Zweitens: Verwenden Sie Kleidung mit einfachen Verschlüssen. Keine Knöpfe, keine Reißverschlüsse, keine Schnürsenkel. Nur Gummibund, Magnete und Klettverschlüsse. Selbst für Erwachsene sind Reißverschlüsse oft schwierig. Für ein Kind sind sie ein Rätsel.
Drittens: Machen Sie das Anziehen zu einem Spiel. „Heute verwandeln wir uns in einen Pinguin!“ – erst einen Pullover, dann eine Hose, dann Socken. Spielerisches Anziehen reduziert den Widerstand. Sagen Sie nicht „Zieh es an“, sondern „Lass es uns zusammen machen.“
Viertens: Lassen Sie sich Zeit. Wenn ein Kind 15 Minuten zum Anziehen braucht, ist das normal. Das ist keine Faulheit, sondern fördert die Feinmotorik. Greifen Sie nur ein, wenn es frustriert weint.
