Neugierde ist keine angeborene Gabe, sondern eine Fähigkeit, die man trainieren kann. Schritt eins: Frage fünfmal hintereinander „Warum?“. Nicht „Warum scheint die Sonne?“, sondern „Warum scheint sie? Warum geht sie nicht unter? Warum ist sie so hell? Warum fällt sie nicht herunter? Warum können wir sie nachts nicht sehen?“ – So ergründest du die Wahrheit.
Zweitens: Lies über Dinge, die du noch nicht weißt. Wenn du Geschichte liebst, lies ein Buch über Biologie. Wenn du Programmierer bist, lies etwas über die Psychologie der Wahrnehmung. Breites Wissen ist die Grundlage für Kreativität. Das Gehirn verknüpft scheinbar unzusammenhängende Ideen und lässt so Innovationen entstehen.
Drittens: Führe ein „Wundertagebuch“. Schreibe jeden Tag auf: „Heute habe ich gelernt …“. Zum Beispiel: „Warum leuchten Katzenaugen im Dunkeln?“, „Wie funktioniert Blockchain?“, „Warum wächst Brot?“ Das lehrt dich, das Wunderbare im Alltäglichen zu entdecken.
Viertens: Höre unterwegs Podcasts. Keine Musik, sondern Podcasts. Schon 15 Minuten täglich genügen, um zehn Bücher im Monat zu lesen. Wähle Themen, die dich nicht interessieren, und du wirst überrascht sein, wie fesselnd sie sind.
Fünftens: Stelle in Meetings Fragen. Nicht „Wie geht es dir?“, sondern „Was überrascht dich gerade?“, „Was hast du in letzter Zeit gelernt?“, „Wie hast du das gelernt?“ – so werden Gespräche zu Lernerfahrungen. Menschen teilen gern ihr Wissen – wenn man sie nur fragt.
