Fünftens: Nutzen Sie visuelle Hilfsmittel. Kleben Sie ein Foto auf: zuerst Unterwäsche, dann Hose, dann ein T-Shirt. Auch wenn das Kind noch nicht lesen kann, versteht es die Bilder. Das reduziert Stress.
Sechstens: Sagen Sie nicht: „Das schaffst du nicht.“ Sagen Sie: „Ich helfe dir gern.“ Das würdigt die Anstrengung. Selbst wenn es die Hose falsch herum anzieht, sagen Sie: „Oh, interessant! Wollen wir es noch einmal versuchen?“
Siebtens: Richten Sie eine „Anziehzone“ ein. Regale mit sortierter Kleidung: Oberteile, Hosen, Schuhe. Jedes Teil hat seinen Platz. Das fördert Ordnung und Selbstständigkeit.
Achtens: Ziehen Sie Ihr Kind nicht an, wenn es das selbst kann. Auch wenn Sie in Zeitnot sind. Lassen Sie es eine Socke anziehen. Lassen Sie es versuchen. Das ist wichtiger als Ihr Zeitplan. Du lernst – nicht für sie, sondern für dich selbst: Geduld.
Neuntens: Lobe die Anstrengung, nicht das Ergebnis. Nicht: „Gut gemacht, du hast dich angezogen!“, sondern: „Ich habe gesehen, wie sehr du dich bemüht hast, auch wenn es schwer war.“ Das fördert eine positive Einstellung zum Lernen.
Zehntens: Denk daran: Du bist kein „schlechter Elternteil“, wenn sich dein Kind nicht selbst anzieht. Du bist ein Elternteil, das lehrt. Und du lehrst nicht durch Kontrolle, sondern durch Vertrauen. Wenn sich dein Kind selbst anzieht, wirst du stolz sein. Und dein Kind wird stolz auf sich sein.
