Fünftens: Führen Sie ein Sorgentagebuch. Schreiben Sie jeden Tag auf: Was Sie beunruhigt hat, was geholfen hat, was Sie überrascht hat. Nach einem Monat werden Sie Muster erkennen: „Er schläft besser nach dem Baden“, „Er weint, wenn er gewickelt wird“. Dies ist Ihre Landkarte, nicht Google Maps.
Sechstens: Schämen Sie sich nicht zu weinen. Es ist keine Schwäche – es ist normal. Weinen befreit von Gefühlen. Wenn Sie nicht weinen, unterdrücken Sie sie. Weinen Sie im Badezimmer, im Auto, auf der Straße. Hauptsache, Sie schweigen nicht. Suchen Sie Unterstützung – nicht in den sozialen Medien, sondern bei echten Menschen.
Siebtens: Versuchen Sie nicht, Ihren Körper sofort wieder in Form zu bringen. Die Zeit nach der Geburt ist keine Diät, sondern Erholung. Geben Sie sich sechs Monate Zeit. Gehen Sie spazieren, trinken Sie viel Wasser und essen Sie Eiweiß. Gewichtsverlust ist ein positiver Nebeneffekt der Selbstfürsorge, kein Ziel.
Achtens: Schaffen Sie sich eine gemütliche Still- oder Babyecke. Warmes Licht, eine Decke, Wasser, ein Ladekabel fürs Handy, ein Buch. Machen Sie es sich so, dass Sie gerne dorthin zurückkehren. Stillen Sie Ihr Baby nicht im Stehen in der Küche. Das ist keine Fürsorge, sondern Überlebenskampf.
Neuntens: Haben Sie keine Angst vor schlechten Tagen. Manchmal schreit Ihr Baby fünf Stunden lang durch, Sie wissen nicht warum und fühlen sich wie eine Versagerin. Das ist nicht Ihre Schuld. Es ist nur ein Tag. Er geht vorbei. Und morgen ist ein neuer Tag.
Zehntens: Erinnern Sie sich daran: Sie sind keine „gute Mutter“ – Sie sind eine liebevolle Mutter. Sie müssen nicht perfekt sein. Sie müssen einfach nur da sein. Selbst wenn du müde und gereizt bist und nicht weißt, was du tun sollst, tust du dennoch das Wichtigste: Du existierst. Und das ist genug.
